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Technische Vorfragen des Blogs

Geschrieben von Anubiswaechter.

Gemäß meinem von langer Hand geplanten Vorhaben, den Blog auf dieser Webseite neu aufzulegen, habe ich nun zahlreiche der in den aktuellen Hinweisen aus dem letzten Jahr angedeuteten Aufgaben erledigt (vgl. Archiv alter Beiträge). Eigentlich wollte ich auch bereits den ersten „echten“ Blogbeirag verfasst und veröffentlicht haben. Jedoch hat sich gezeigt, dass ich einige — wesentliche — technische Rahmenbedingungen noch schaffen musste. Über diese vornehmlich technischen Vorfragen handelt dieser Beitrag.

I. Kommentierungen

Im Wesentlichen habe ich mich lange Zeit gefragt, ob und bejahendenfalls wie ich Kommentare von Lesern zulassen sollte. Mein Interesse ist es in aller erster Linie, mich mit Lesern (oder Zuschauern auf YouTube) im Dialog auszutauschen. Ich habe kein Interesse über Dinge zu schreiben, nur damit ich mal darüber geschrieben habe. Das hier ist kein Tagebuch. Und die „Archiv-Funktion“, um gelegentlich selbst nach längerem mal zurück zu blicken, was einem damals so beschäftigt hat, ist ganz und gar nachrangig. Diese Intention drängt es daher nahezu auf, dass Kommentare zugelassen werden.

Ich habe mich nun aber dazu entschlossen, dass ich für den Blog selbst aus technischen und datenschutzrechtlichen Gründen sowie etwaigen Fragen der praktischen Umsetzung bis auf Weiteres doch keine Kommentierungen zulassen werde.

1. Technik

Das größte Problem stellt für mich, seitdem ich die Webseite Anubiswaechter.de betreibe, die technische Umsetzung dar. Die Webseite betreibe ich mit dem CMS Joomla, mit dem ich insgesamt auch sehr zufrieden bin. Joomla bietet mir vor allem mehr Möglichkeiten der individuellen Anpassung beim Layout, ist zugleich aber für meinen Kenntnisstand noch gut ohne größeren Aufwand bedienbar, vor allem bei der Wartung. Zudem gibt es viele technische „Addons“, auch oft kostenfreie, welche die Möglichkeiten nochmals erweitern. Jedoch ist mir noch keine Erweiterung aufgefallen, welche Kommentierungen in die Webseite ansehnlich implementieren könnten. K2 ist nicht mit dem Template kompatibel, zugleich will ich nicht auf ein anderes Template umsteigen (auch weil ich mit anderen Templates auf anderen Seiten nicht mehr zufriedener war, im Gegenteil). Andere Erweiterungen fügen sich nicht ins Template ein oder bereiten andere Nachteile. Zudem bin ich bei kostenlosen Erweiterungen grundskeptisch, ob diese aufgrund eines kostenfreien Services stets aktuell gegen Sicherheitslücken geupdatet werden können, oder aber sogar, ob sie gerade deshalb kostenfrei sind, weil die Gegenleistung über einen darüber ermöglichten Datenaustausch kompensiert wird. In beiden Fällen hätte ich nichts gewonnen. Datensicherheit und Datenschutz ist mir auch hier im Freizeitbereich wichtig.

2. Datenschutz

Auch im Sinne des „eigenen Datenschutzes“ ist es für mich bequemer, die Kommentierungen auszulagern. Dann ist es eher eine datenschutzrechtliche Frage für Facebook, Twitter und YouTube. Und zugleich haben Leser und Zuschauer dort mehr technischen Zugriff auf ihre eigenen Kommentare. Bei Augengeradeaus! kann man seine eigenen Beiträge bspw. nach dem Absenden nicht mehr bearbeiten. Zudem muss der Leser dann auf Anubiswaechter.de keine personenbezogenen Daten wie bspw. Name und E-Mail angeben, um kommentieren zu können.

3. Moderation

Und schließlich fällt so auch das Erfordernis einer Moderation weitestgehend weg bzw. wird erheblich vereinfacht. In den Sozialen Netzwerken kann ich Profile ggf. blockieren und melden — dann müssen sich andere darum kümmern. Und in den Netzwerken sind ohnehin die meisten unterwegs; man hat da also bereits einen Account und ist eingeloggt. Einer Registrierung und Anmeldung einen Kommentar bedarf es daher dann nicht mehr. Und Bots und Trolle werden auf Netzwerken ohnehin auch schneller erkannt und gebloggt, als ich dies über eine eigene Moderation sicherstellen könnte. Es ist also auch insoweit sicherer und einfacher — für alle.

4. Fazit

Daher werden meine Beiträge im Blog bis auf Weiteres nicht direkt im Blog selbst kommentiert werden können, wie es eigentlich und normalerweise üblich wäre. Auf die damit verbundene Suchmaschinenoptimierung verzichte ich insoweit bereitwillig. Stattdessen werde ich — vermutlich alle — Blog-Beiträge eben in den sozialen Netzwerken teilen, wo sie dann kommentiert werden können. Und davon abgesehen, erreiche ich somit sehr wahrscheinlich viel mehr Personen, als das über SEO und Google der Fall wäre.

Und insoweit abschließend: Wer keinen Account bei Facebook oder Twitter hat, aber dennoch meine Beiträge lesen möchte, der kann sicherlich einen RSS Feed oder vergleichbares einrichten, oder muss eben regelmäßig oder gelegentlich vorbeischauen — und mir bei Interesse eine Leser-E-Mail schreiben. Bei gelungenen Leser-Mails (und Erlaubnis) würde ich diese sogar in einem eigenen Blog-Beitrag wiedergeben.

II. Übersichtlichkeit des Blogs und Auffindbarkeit der Beiträge

Die andere wesentliche technische Vorfrage für mich war es, wie ich die verschiedenen im Laufe der Zeit entstehenden Beiträge so anordnen und darstellen kann, dass man gezielt zu bestimmten Themen die fraglichen Beiträge schnell finden kann.

1. Grundproblem und Bedeutung

Angenommen, ich schreibe im Laufe der Jahre 300 Beiträge und befasse mich hin und wieder mit hitzig geführten Debatten auf ArmAWorld.de -- wenn ein Leser dann, oder ich selbst, alle Beiträge zu diesem Thema suchen will, dann will man diese schnell finden, und eben nicht erst hunderte Beiträge überfliegen. Das wollen andere nicht, und das will ich selbst vor allem nicht.

Diese Auffindbarkeit themenrelevanter Beiträge ist mir deshalb auch ein besonders wichtiges Anliegen, weil ich u.a. den Blog Augengeradeaus! von Thomas Wiegold regelmäßig lese, und ich die dortigen Suchmöglichkeiten schon eher suboptimal finde -- nach dem Motto: "Alles, was auf Seite 2 landet, liest man eh nicht mehr und gerät in Vergessenheit". Nichts desto trotz kann man die Beiträge dort - neben der eigentlichen Suche - über sog. Kategorien und Schlagwörter filtern, während das Layout gleichzeitig klar und übersichtlich bleibt.

Bild 1: Das Layout ist übersichtlich, der Farbeinsatz sparsam, Überschriften sind prägnant, und über das Datum erfährt man schnell, wie aktuell der Beitrag ist.

Bild 2: Unter dem Beitrag stehen links die verlinkten Kategorien, in denen der Beitrag eingeordnet wurde, und rechts daneben die verlinkten Schlagwörter.

2. Kategorien und Schlagwörter in Joomla

Diese Optionen, themenspezifische Kategorien sowie noch spezifischere (und ggf. themenübergreifende) Schlagwörter (bis hin zu bspw. einzelnen Personen, zu denen man keine eigene Themen-Rubrik schaffen würde) wären eigentlich auch für meinen Blog die theoretisch beste Lösung. Tatsächlich gibt es beide Möglichkeiten in Joomla, wenn da nicht das mit dem Aber wäre ...

Das Problem bei den Kategorien ist nun nämlich, dass ich jeden Beitrag nur einer einzelnen Kategorie zuordnen kann. Wenn ich beispielhaft im Schwerpunkt etwas zu ArmA 3 schreiben würde, weil meinetwegen ein neuer, teilenswerter Trailer erschinenen ist und ich die versteckten Hinweise und Andeutungen diskutieren möchte, so kann ich es einer Kategorie "ArmA 3" zuordnen. Schön. Wenn ich in der inhaltlichen Auseinandersetzung aber auch Rückschlüsse auf mögliche unternehmerische Entscheidungen von Bohemia Interactive Studio (BIS) ziehe, bspw. warum ich finde, dass ArmA 2 mehr Militärsimulation war, als es ArmA 3 ist und wohl je sein wird, und welche unternehmerisch nachvollziehbaren Erwägungen von BIS dazu geführt haben könnten, dann könnte ich den Beitrag nicht zugleich einer Kategorie "Bohemia Interactive" zuordnen - weil es eben bereits "ArmA 3" zugeordnet ist. Also entweder, oder. Was ginge, wäre es "ArmA 3" zuzuordnen, und dann eine übergeordnete Kategorie mit meinetwegen "Games" zu haben. Wenn man dann die Kategorie "ArmA 3" filtert, findet man den entsprechenden Beitrag. Wenn man die Kategorie "Games" filtert (und ich es entsprechend einstelle), dann findet man auch die Beiträge zu "ArmA 3" darin. Insoweit ist das praktisch und stellt kein Problem dar.

Tatsächlich problematisch ist nun aber die Baumstruktur, welche keine Querverweise zulässt. Und eine Doppeleinordnung in "Games/ArmA 3" und zusätzlich "Spieleentwickler/Bohemia Interactive" geht eben nicht. Das mag nun nach einem First-World-Problem klingen (... und ist es wohl auch). Ich muss aber ganz deutlich sagen, dass ich seit 2014 (dem Start der Webseite hier) die Kategorien immer wieder verschiebe, umbenenne, lösche, neue hinzufüge etc. pp.. Das liegt mglw. gerade daran, dass ich, wenn ich schon etwas schreibe, gerne Querverbindungen aufzeige und Dinge aus verschiedenen -thematischen- Blickwinkeln betrachte.

Eine passende, technisch angemessene Erweiterung (vgl. oben schon zum Thema Kommentare) habe ich für Joomla noch gar nicht gefunden. Zugleich wäre dies mit WordPress (ausweislich der obigen Screenshots von Augengeradeaus!) möglich, wie man ja sieht. Daher habe ich lange überlegt, ob ich schon nur aus diesem Grund für die Webseite hier von Joomla auf Wordpress umsteigen sollte, a) weil es mir so wichtig ist, und b) weil ich mich ja nach langer, intensiver Überlegung dazu durchgerungen habe, die Seite Anubiswaechter.de vornehmlich zu einem Blog im Kern umzubauen (und sehr strukturierte, Nachschlagewerk-ähnliche statische Seiten ähnlich einer Wikipedia eher die Ausnahme sein sollen, vgl. dazu das Archiv alter Beiträge).

Nun wäre es weniger problematisch, wenn ich statt über Kategorien, die Beiträge über Schlagwörter filtern lassen könnte. Hier besteht die Möglichkeit, Schlagwörter ganz individuell für jeden Beitrag einzugeben, und diese am Ende des Beitrags anzeigen zu lassen. Eine Baumstruktur gibt es insoweit nicht. Das Problem daran ist nun, dass die theoretische Option richtig furchtbar hässlich im Template aussieht. (Das sieht wirklich aus, wie gewollt und nicht gekonnt. Ich bin schon geneigt zu sagen, dass man davon Augenkrebs bekommt.) Also müsste ich wiederum im Quellcode eingreifen, was ich aber aufgrund fehlender Expertise mir nicht zutrauen will, und Probleme bei Updates und Wartung befürchte. Oder ich wechsele das Template, was ich aber aufgrund meiner Erfahrungen mit verschiedenen anderen Templates auch nicht will.

Kurzum: Es ist insoweit sehr "unzufriedenstellend" und führte, ohne Witz, über die Jahre dazu, dass ich mit dem Blog sehr unzufrieden bin, was wiederum zur offensichtlichen Feststellung führt, dass im Laufe all der Jahre ja durchaus ziemlich wenig Beiträge entstanden sind. Nun, jetzt wisst ihr, warum. (Ein paar andere Gründe gab es natürlich daneben auch noch, aber die fehlende Übersichtlichkeit hatte wirklich einen erheblichen Anteil daran.) Eventuell müsste der geneigte Leser einfach selber mal einen Blick ins Backend der Seite werfen, um das wirklich ganze Ausmaß zu erkennen.

3. Vorläufiger Entschluss

Da ich nun seit vielen Jahren an diesem Problem herum doktore, und immer noch nicht zu einer (für mich) zufriedenstellenden Lösung gekommen bin, könnte ich auch in den kommenden Jahren weiter rätseln. Das will ich aber nicht. Vorläufig habe ich mich deshalb dazu entschlossen, bis auf Weiteres das Problem einfach zu ignorieren und weniger Übersichtlichkeit in Kauf zu nehmen.

Konkret werde ich deshalb seeehr allgemeine Kategorien nutzen, welche so allumfassend sind, dass man ... dass ich Querverbindungen in den Beiträgen ziehen kann und es in der eingeordneten Kategorie immer noch Sinn ergibt. Auf Schlagwörter werde ich verzichten bzw. diese jedenfalls nicht anzeigen lassen. Schlüsselwörter, die ebenfalls nicht angezeigt werden, werde ich für SEO hinzufügen.

Sollte ich jemals eine bessere Lösung finden, werde ich das Konzept dann sehr wahrscheinlich umstellen.

III. Sonstiges und Ausblick

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich meinen (passwortgeschützten) Teamspeak-Server von ursprünglich 10 Slots auf 4 Slots downgegraded habe, da sich gezeigt hat, dass ein Bedarf im ursprünglichen Umfang in den letzten Jahren — bis auf ganz seltene Ausnahmen — kaum vorhanden war.

In einem kommenden Beitrag werde ich dann dazu Stellung nehmen, was im vergangenen Jahr bei mir und generell so geschehen ist, und was ich für dieses Jahr plane.


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